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Pressemeldung: Präventionsambulanz verhindert Gewalt

60 Patienten in Behandlung – Große Kampagne will auf das deutschlandweit einzigartige Hilfsangebot aufmerksam machen

Ansbach, 13.03.2014 – Vor gut zwei Jahren hat die Präventionsambulanz am Bezirksklinikum Ansbach ihre Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, psychiatrische Risikopatienten davor zu bewahren, Straftaten zu begehen, die mit ihrer psychischen Erkrankung in Zusammenhang stehen. Gleichzeitig trägt die Arbeit der Präventionsambulanz zum Schutz potenzieller Opfer bei. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt und ist in Deutschland und sogar Europa bisher einzigartig.
„Es ist nur ein kleiner Prozentsatz psychisch kranker Menschen, die tatsächlich gewalttätig werden“, betont Dr. Joachim Nitschke, Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie, zu der die Präventionsambulanz gehört. „Doch jede verhinderte Gewalttat vermeidet großes Leid – sowohl für die Täter als auch für die Opfer.“ Mit dem Verlauf der ersten beiden Jahre ist er zufrieden: „Bisher nehmen 60 Menschen unser Angebot wahr.“ Bei Projektstart wurde statistisch ermittelt, dass im Einzugsgebiet des Bezirksklinikums Ansbach bis zu 120 Menschen leben könnten, die in der Präventionsambulanz behandelt werden sollten. Es handelt sich dabei um Patienten mit einer Schizophrenie oder einer sehr schweren Persönlichkeitsstörung.

Krisensituationen wurden entschärft
Auch Dr. Martina Weig, Oberärztin und Leiterin der Präventionsambulanz zieht eine positive Zwischenbilanz: „Wir konnten einige Krisensituationen entschärfen und es auch gab keine gewalttätigen Zwischenfälle, bei denen etwa Menschen zu Schaden gekommen wären“, berichtet sie.

Das Team der Präventionsambulanz besteht aus Psychologen, Sozialpädagogen, medizinischen Fachangestellten, Fachkrankenpflegekräften und Ärzten. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind eine engmaschige Betreuung durch regelmäßige Hausbesuche, individuelle Gespräche, Gruppentherapien sowie Gespräche mit Angehörigen. „Wer zu uns kommt, muss keine Angst haben, als Straftäter zu gelten“, betont Dr. Martina Weig. „Vielmehr geht es darum, dass die Betroffenen eine realistische Einschätzung über den Verlauf ihrer Krankheit bekommen und ergänzende Behandlungsangebote in Anspruch nehmen können. Selbstverständlich gilt bei uns die ärztliche Schweigepflicht.“ Rückmeldungen von Patienten und auch von deren Angehörigen zeigen, dass das Angebot gut ankommt.

Plakatkampagne
Die Arbeit der Präventionsambulanz hat sich bereits gut etabliert. Dennoch gilt auch weiterhin: „Wir wollen noch mehr Betroffene und auch deren Angehörige erreichen und sie auf unser Hilfsangebot aufmerksam machen“, erklärt Dr. Joachim Nitschke. Deshalb startet am 13. März unter dem Motto „Stopp die Gewalt in dir“ eine Kampagne mit über 100 Plakaten in Nürnberg. Parallel dazu werden auch niedergelassene Fachärzte angeschrieben, die ihren Patienten das Angebot empfehlen können. Außerdem gibt es eine Aktionswebseite (www.stopp-die-gewalt-in-dir.de), die erläutert, wie das Hilfsangebot aufgebaut ist, sowie eine Präsenz auf Facebook. 
An der inhaltlichen Konzeption der Kampagne haben Vertreter des Vereins Pandora (Verein Selbst-hilfe Psychiatrie-Erfahrener e.V.) und des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker e.V. (ApK) mitgearbeitet.

Das bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales und der Bezirk Mittelfranken unterstützen das Projekt Präventionsambulanz finanziell. Eine wissenschaftliche Evaluation ist Ende letzten Jah-res angelaufen und soll am Ende der Projektphase belegen, wie wirkungsvoll die Arbeit der Präven-tionsambulanz tatsächlich ist. Je nach Ergebnis wird dann entschieden, ob die Arbeit weitergeführt wird.

Einladung zur Pressekonferenz

Start der Kampagne „Stopp die Gewalt in dir“

Vor zwei Jahren hat die Präventionsambulanz der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach ihre Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, psychiatrische Risikopatienten davor zu bewahren, Straftaten zu begehen, die mit ihrer psychischen Erkrankung im Zusammenhang stehen. Gleichzeitig trägt die Arbeit der Präventionsambulanz zum Schutz potenzieller Opfer bei.

Um mehr Aufmerksamkeit für dieses in Deutschland einzigartige Angebot zu schaffen, startet am 13. März eine Kampagne, unter anderem mit über 100 Plakaten in Nürnberg sowie einer eigenen Aktionshomepage.
Dr. Joachim Nitschke, Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach, wird gemeinsam mit Dr. Martina Weig, Leiterin der Präventionsambulanz, die Kampagne vorstellen und von der Arbeit der Präventionsambulanz berichten. Brigitte Richter, Erste Vorsitzende des Vereins Pandora (Verein Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener e.V.), und Ingrid Geier, Erste Vorsitzende des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker e.V. (ApK), werden aus ihrer Sicht zu diesem Thema sprechen. Bei der Erarbeitung der Kampagne haben Vertreter der beiden Vereine inhaltlich mitgearbeitet.

Das Pressegespräch findet statt am:

Donnerstag, 13. März 2014, 11.00 Uhr
Haus Eckstein,
Burgstraße 1-3, 90403 Nürnberg

Über eine Rückmeldung, ob Sie an diesem Pressegespräch teilnehmen, freuen wir uns unter pressestelle(at)bezirkskliniken-mfr.de.